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3 Länder, ein Nationalpark: Die Hohen Tauern

Auch diese Woche geht es nochmal in die Alpen. Genauer: In den größten Nationalpark Österreichs. Zunächst wird er anhand einiger beeindruckender Zahlen vorgestellt. Zudem wird von zwei besonderen Königen berichtet, die wieder in ihrem Gebiet herrschen dürfen…

Der Berg-Hauswurz wächst auch auf nährstoffarmen, trockenen und felsigen Böden im Nationalpark Hohe Tauern.
Die Hohen Tauern in Zahlen

Mit 1.856 km² erstreckt sich der Nationalpark Hohe Tauern über gleich drei Länder: Tirol, Salzburg und Kärnten.

Fast das gesamte Gebiet (1.831 km²) ist auch nach der Flora-Fauna-Habitat- sowie der Vogelschutzrichtlinie geschützt und dadurch Bestandteil des internationalen Schutzgebietsnetzes von Natura2000.

Es beherbergt etwa 15.000 Tier- und 3.500 Pflanzenarten, 300 Gipfel über 3000 Metern Höhe sowie 126 km² Gletscher, hunderte Bergseen und unzählige Bäche. Vielfältige Lebensräume schließen sich zu einem Mosaik, das ebenso unterschiedlichen Arten Raum gibt.

Dabei sind etwa zwei Drittel der Hohen Tauern als Kernzone geschützt. Nur in dem verbleibenden Drittel der „Außenzone“ findet Almwirtschaft statt und soll das Landschaftsbild erhalten. Der Großteil bleibt also weitestgehend sich selbst und der Naturentwicklung überlassen.

Dennoch gibt es wie in der Schweizer Biosfera (Beitrag vor 2 Wochen) ein ausgeprägtes Wegenetz. Auf 4.300 Kilometern können Wanderer und Kletterer an der Natur teilhaben. Besucherzentren vermitteln die Einzigartigkeit des Gebietes.

Auf die Sprünge geholfen und unter die Flügel gegriffen – Steinbock und Bartgeier kommen zurück

Ein paar Arten wird aber auch zusätzlich „auf die Sprünge geholfen“ beziehungsweise „unter die Flügel gegriffen“: Seit 1986 werden einstmals ausgerottete Bartgeier wieder angesiedelt und bereits seit 1960 werden Steinböcke ausgewildert. In Anbetracht der oben genannten Zahlen scheint es fast undenkbar, das gerade der ‚König der Lüfte‘ und der ‚König der Alpen‘ ausgerottet waren. Nun dürfen sie sich ihren einstigen Lebensraum zurückerobern und vervollständigen wieder die Artenliste. Mit etwas Glück können sie auf Wanderungen in stillen Tälern oder auch auf der bekannten Hochalpenstraße zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner (3.798 m), entdeckt werden.  

Um eben diesen Tourismus zu lenken und die Zerstörung der Natur zu verhindern, gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts die Nationalpark-Idee. Aber erst 1981 wurde in Kärnten das erste Gebietsstück als Nationalpark ausgewiesen. Zu Beginn der 2000er wurden die Hohen Tauern auch international durch die IUCN (Internationale Vereinigung zur Naturbewahrung) als Nationalpark anerkannt.

https://hohetauern.at/de