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Von Alpen-Enzian bis Zirbengratsch: Schutzgebiete in der Schweiz

Im Val Mora gibt es nicht nur Berge wie gemalt…

Nachdem es in den letzten Wochen um die verschiedenen Schutzgebietskategorien in Deutschland ging, sollen nun auch einige Gebiete anderer Länder vorgestellt werden. Diese folgen teils auch den internationalen Richtlinien der IUCN (International Union for Conservation of Nature), welche die Schutzgebiete nach ihren Ansprüchen klassifiziert.

Der höchste Standard ist die die Kategorie 1, welche Wildnisgebiete ausweist. Bei diesen handelt es sich zumeist um ehemals genutzte Flächen, die sich nun wieder frei von menschlichen Eingriffen ungestört entwickeln können.

Als ein solches Gebiet ist der Schweizer Nationalpark ausgewiesen. Während der erste Nationalpark der Welt, der Yellowstone Nationalpark, bereits 1872 in Wyoming (USA) begründet wurde, folgten Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem Flächen in Skandinavien. Doch auch die Schweiz ließ nicht lange auf sich warten und setzte 1914 ein heute 170 Quadratkilometer große Gebiet als Nationalpark fest.

Die Biosfera Val Müstair und der Schweizer Nationalpark

Im Sommer können ihn Besucher auf ausgewiesenen Wanderwegen entdecken, im Winter bleibt die Natur jedoch komplett für sich. Der italienische Nationalpark Stilfserjoch sowie der Naturpark Biosfera Val Müstair grenzen unmittelbar an den einzigen Schweizer Nationalpark an.

Am Döss dal Termel (Biosfera Val Müstair) zeigen sich die Schweizer Alpen in ihrer schönsten Winterpracht

Auch in der Biosfera, welche ebenfalls im Kanton Graubünden liegt, kann man die alpine Natur auf zahlreichen Wanderwegen und sogar im Winter erleben. Hierzu gehören blühende Bergwiesen mit Alpen-Enzian, Edelweiss und Murmeltieren genauso wie der Wappenvogel der Region, der Zirbengratsch bzw. Tannenhäher. Steinböcke und Gämsen sind auch in der schneebedeckten Landschaft anzutreffen. Vom Schneehasen sind jedoch häufig nur seine Spuren zu finden.

Mit den Schutzgebieten wird eine atemberaubende Landschaft erhalten und ein besonderer Artenreichtum bewahrt. Durch die Störungsarmut kann sich die Vegetation frei entfalten und viele Tiere lassen sich auch von den Wegen gut beobachten.

Mehr dazu auf der Nationalparkseite: https://nationalpark.ch/

Ausblick

Ehe eine weitere besondere Alpenregion zum Wandern und Entdecken einlädt, möchte ich nächste Woche von einem Tier erzählen, das viele nur aufgrund seiner Hinterlassenschaften kennen. Die wenigsten bekommen jedoch den teils ungeliebten Gartenmitbewohner zu Gesicht. Haben Sie schon eine Ahnung, um wen es sich handeln könnte?