
Auf den Zickerschen Halbinseln lassen sich unzählige Wildkräuter und Blumen auf Magerrasen entdecken. Die blühende Vielfalt zieht Feuerfalter, Weinschwärmer und andere Insekten an.
Und irgendwo dazwischen rufen leise die Wachteln. Neuntöter und Schwarzkehlchen beobachten die Besucher von einigen Weidepfählen und ein paar Rauhwollige Pommersche Landschafe erhalten den Offenlandcharakter der eiszeitlich geprägten Landschaft.
Auch Deutschland hat eine Insel, die ähnlich wie Mallorca vor allem zur Sommerzeit sehr beliebt ist.
Bei der Mittelmeerinsel war es anfangs noch schwierig, sich vorzustellen, dass sie ein ‚grünes Naturparadies‘ ist. Bei dem Gedanken an Rügen fällt es wahrscheinlich leichter. Dennoch bleiben die größten Schätze den meisten Urlaubern verborgen.
Letztes Jahr habe ich bereits den Palmer Ort vorgestellt. Viele weitere besondere Orte liegen sogar noch näher an den beliebten Kurorten wie Binz oder Göhren.
Rügen beherbergt zwei Nationalparke, ein Biosphärenreservat und fast 30 Naturschutzgebiete. Im Jasmund (31 km² NP), der Vorpommerschen Boddenlandschaft (einschließlich der Inseln und Gewässer rund um Rügen) und auf ‚Südost-Rügen‘ können nicht nur die bekannten Buchenwälder und Kreideküsten bestaunt werden.
Das Biosphärenreservat umfasst knapp ein Viertel der 926 Quadratkilometer großen Insel.
Dort, aber auch an den Seen und Bodden der Naturschutzgebiete fühlen sich auch geschützte Arten wie Seeadler, Fischotter und Kreuzotter wohl.
Und an ruhigen Küstenabschnitten brüten Uferschwalben. Sogar die bunten Bienenfresser haben sich angesiedelt. Trotz ihrer auffälligen Farbgebung bleiben sie den meisten Touristen verborgen. Umso besser für sie, da sie nicht gestört werden wollen.
Doch was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie Rügen hören? Ist es der bunte Hain-Wachtelweizen an der Düne? Oder sind es die weißen Strände, wegen denen die viele Besucher kommen? Oder vielleicht beides?
