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Alle Wege führen in die Natur…

Begeisterung vermitteln und selbst dazulernen

Begeisterung gehört zu den wenigen Dingen, die noch schöner sind, wenn man sie teilt. 

Aus diesem Grund begleite ich bereits seit zwei Jahren Geländeführungen in die Königsbrücker Heide (für die NSG-V), bei welchen ich Menschen die Natur zeige und ebenjene Begeisterung vermittle.

Und am allerschönsten ist es, wenn ich es tatsächlich geschafft habe, etwas von dieser Begeisterung weiterzugeben. Wenn ich merke, wie andere Menschen beginnen, sich für das zu interessieren, was mich selbst fasziniert. 

Häufig nutzen wir Zahlen und Fakten, um in Argumentationen zu überzeugen. Doch gerade in sensiblen, teils stark kontroversen Bereichen ist es manchmal sinnvoller, neben diesen Tatsachen auch Wahrnehmungen und Empfindungen Raum zu geben. Natürlich ohne sie zu manipulieren. Denn gerade dieses persönliche Erleben macht den Unterschied. 

Auf einmal werden zuvor übersehene Dinge relevant, weil sie jemanden persönlich treffen. So ist das nicht einfach nur eine Pflanze. Es ist der Strauch, an dem diese Schmetterlinge schlüpfen, über die sich beispielsweise unsere Oma schon gefreut hat. Zufällig ist die Art bedroht. Steht der Strauch wirklich noch im Weg?

Mein Ziel ist es, die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Und zwar persönlich. Ich möchte ihnen gern zeigen, welche versteckten Facetten unsere Natur bietet und warum es wichtig ist, sich für sie einzusetzen. 

Mein Motto ist dabei „Unsichtbares sichtbar machen“. Begeisterung vermitteln, Relevanz herstellen, Verständnis fördern. Und vielleicht auch dazu animieren, sich mehr für die Natur einzusetzen.

Um selbst weiter dazuzulernen, habe ich am Lehrgang zur Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin (nach BANU) teilgenommen. Nach einem halben Jahr habe ich diesen nun erfolgreich abgeschlossen.

Kurzweilig, interessant und anwendungsbezogen wechselten sich Theorie und Praxis ab. Wenn ich an die Wochenendblöcke zurückdenke, bin ich dankbar, wie viel ich lernen durfte. Fachliches Wissen im Unterricht, pädagogische und didaktische Methoden bei den Exkursionen. Ebenso wertvoll empfinde ich aber auch das gemeinsame Lernen. 

Denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben etwas Persönliches eingebracht; eigene Ideen, vielfältige Hintergründe und Erfahrungen. So verliefen auch die Pausen oft mit nachhaltigen Gesprächen. Wahrscheinlich ist es nicht selbstverständlich, dass in der Gruppe so ein gutes Miteinander herrscht.

Insofern bedanke ich mich bei allen anderen angehenden ZNL und auch dem Organisationsteam der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, des Sachsenforst, des Dresdner Heidebogen e.V. und des Elbe-Röder-Dreieck e.V., die selbst in den Prüfungen für eine heitere, aufgeschlossene Stimmung gesorgt und Wissen lebendig gemacht haben.

Nachdem die theoretische und die praktische Prüfung absolviert sind, freue ich mich auf die Zertifikatsübergabe am Sonntag auf dem Heidefest in Königsbrück, aber auch auf meine künftigen Begegnungen und Erfahrungen als Naturführerin  🙂

Denn alle Wege führen in die Natur. Wer kommt mit?

Weitere Hintergründe und geplante Touren kommen schon bald 😉