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Im Inn wiederentdeckt: Der Steingreßling

Der Steingreßling ist eine stark gefährdete Fischart, die in Deutschland zwischenzeitlich sogar als verschollen galt.

Steingreßling (c) Christoffer Nagel / TUM

Er konnte in Deutschland und Österreich nur in Flüssen nachgewiesen werden, die in die Donau münden. Die 10 – 15 Zentimeter große Art benötigt sauberes, schnell fließendes Wasser mit einem hohen Sauerstoffgehalt. Zur Fortpflanzung sind außerdem sandig-kiesige Böden notwendig. Unter anderem durch Nährstoffeinträge verschlechtert sich der Lebensraum des Steingreßlings.

Eine Untersuchung der Technischen Universität München zur Auswirkung naturnaher Fischwanderhilfen führte jedoch zum erneuten Fund der Fischart. Hundert Jahre als verschollen geglaubt, ist das bereits der zweite Nachweis im Inn. Vor ein paar Jahren wurde er zum ersten Mal wiederentdeckt. Der Steingreßling zeigt einen guten Gewässerzustand an.

Das Team der TU München und seine Projektpartner konnten somit nachweisen, dass die Fischwanderhilfen nicht nur Fischen auf ihrer Reise als „Umgehungsstraße“ dienen, um beispielsweise Wasserkraftanlagen und andere verbaute Stellen zu passieren. Die naturnah angelegten „Nebenarme“ der Flüsse bieten vielen Arten auch einen Lebensraum und können somit den Beeinträchtigungen durch Verbauung entgegenwirken.

Der Nachwuchs des Steingreßlings hält sich dabei in etwas ruhigeren Abschnitten auf und ist tagaktiv. Im Erwachsenenalter gehen die Fische hingegen erst mit Einbruch der Dunkelheit auf Nahrungssuche. Sie fressen Fliegen- und andere Insektenlarven, Würmer und weitere bodennahe Kleintiere sowie Algen.

Mehr zum Wiederfund des Steingreßlings und zum Projekt können Sie auch in der Pressemitteilung der TU München lesen: https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/lange-verschollen-geglaubte-fischart-in-weiterem-abschnitt-des-inn-wiederentdeckt