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Der Vogel des Jahres

Die Natur des Jahres – Teil 1

Jahr für Jahr wählen verschiedene Vereine, Stiftungen und andere Institutionen die Natur des Jahres. Dabei ist jede Organisation für einen anderen Teilbereich der Natur und ihrer Lebewesen zuständig.

Diese Bereiche und deren gewählte Vertreter sollen hier in einer Beitragsreihe nach und nach vorgestellt werden.

Der Vogel des Jahres

Das Rotkehlchen gibt den Titel „Vogel des Jahres“ für die Schweiz in diesem Jahr an den Eisvogel ab. In Deutschland war es 2021 der „Vogel des Jahres“.
Wer sucht ihn aus?

Am bekanntesten ist wohl die Wahl zum Vogel des Jahres. In Deutschland wird sie vom Naturschutzbund NABU und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) durchgeführt, welche die Öffentlichkeit beteiligen.

Bereits seit mehr als 50 Jahren wird immer wieder eine Vogelart festgelegt, seit 2021 darf die breite Bevölkerung mitentscheiden. Aus den vorausgewählten Arten darf man eine auswählen. Die Art mit den meisten Stimmen wird dann zum Vogel des Jahres ernannt.

Dabei handelt es sich in der Regel um gefährdete Arten, die etwa aufgrund Lebensraumverlust im Rückgang sind.

Die Wahl soll auf diese Umstände aufmerksam machen, häufig finden auch Maßnahmen statt, die der Art helfen sollen.

Auch in der Schweiz darf seit zwei Jahren jeder mitmachen. Dort wird die Wahl von BirdLife Schweiz veranstaltet. In Österreich legen hingegen der Naturschutzbund und BirdLife Österreich eine Art fest, diese wurde von 2000 bis 2020 von Deutschland übernommen.

Der Vogel des Jahres in Deutschland

Im vorangegangenen Jahr war es der wohl bekannte und siedlungsnahe Hausrotschwanz.

Vorletztes Jahr ist der Kiebitz gewählt worden, nun ist es das Rebhuhn.

Beide sind Bewohner des Offenlands. Während der Kiebitz durch Verlust feuchter Lebensräume bedroht wird, fehlen dem Rebhuhn vor allem Strukturen zur Deckung und Nahrungssuche.

Beide Arten sind auch durch Gelegeverluste während der Landwirtschaft betroffen.

Somit profitieren sie auch von ähnlichen Maßnahmen, welche geeigneten Lebensraum erhalten oder wiederherstellen sollen.

Weiteren Vogelarten kommen Strukturmerkmale im Offenland, Erhalt feuchter Lebensräume und Nahrunsgrundlagen zugute und können bei aufmerksamer Mahd und Ernte geschützt werden. Hierzu gehören etwa die ebenfalls als gefährdet geltenden Feldlerchen. Auch Neuntöter, Goldammer, Schwarz- und Braunkehlchen nutzen diesen Lebensraum. Letztere Art, das Braunkelchen, war vor drei Jahren ebenfalls Vogel des Jahres.

Der Vogel des Jahres in Österreich und Schweiz

Übrigens wurde auch bei BirdLife Österreich heuer der Kiebitz zum Vogel des Jahres gewählt. 2025 trug die Krickente diesen Titel, welche durch den Rückgang von Feuchtgebieten sowie intakten Uferzonen und Schilfbereichen gefährdet ist.

Wasser und damit verbundene Lebensräume scheinen ein länderübergreifendes Thema zu sein, denn in der Schweiz wurde durch die Wahl von BirdLife der Eisvogel ausgesucht.

Er benötigt klare Gewässer zum Fischfang und wird durch die Verbaaung natürlicher Gewässer, aber auch durch deren Verschmutzung bedroht.

Im Vorjahr war es zwar das Rotkehlchen, doch ihm sind 2024 der Zwergtaucher und 2023 der Sumpfrohrsänger vorausgegangen.

Ein Überblick

Der Artikel soll einen Überblick über die gewählten Vögel und die Ursache ihrer Bedrohung geben sowie das Bewusstsein auf den Wert ihrer und unserer Lebensräume lenken. Die Arten hier alle genauer vorzustellen, würde allerdings den Rahmen sprengen.

Wer sich mehr mit den jeweiligen Vögeln des Jahres beschäftigen möchte, findet hier weitere Informationen:

Deutschland: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/index.html und https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2026/index.html

Österreich: https://naturschutzbund.at/vogel-des-jahres.html sowie https://www.birdlife.at/wissen/vogel-des-jahres

Schweiz: https://www.birdlife.ch/de/content/vogeldesjahres

Übrigens werden auch in anderen Ländern Arten zum Vogel des Jahres bestimmt. Mehr dazu hier:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/weltweit.html

Kleiner Ausblick

Ich hoffe, Sie konnten einen interessanten Einblick gewinnen und haben Lust bekommen, sich mehr mit diesen Themen zu beschäftigen.

Vielleicht nehmen Sie ja auch künftig selbst an den Wahlen teil und geben Ihrem Favoriten eine Stimme?

Während uns als nächstes die Pflege der Heide beschäftigen wird, kommt in zwei Wochen Teil 2 zur „Natur des Jahres“. Auch dieser wird sich mit einer noch eher bekannten Tiergruppe beschäftigen. Seien Sie gespannt 😉